Webdesign

Was kostet eine Website 2026? Ehrliche Preise für KMU

Von Christopher Schütz · Juni 2026 · 9 Min. Lesezeit
Was kostet eine Website 2026 – und warum weichen Angebote so stark voneinander ab? Diese Frage stellen sich täglich Unternehmer, Selbstständige und Gründer, und bekommen selten eine ehrliche Antwort. Preise schwanken von wenigen hundert Euro bis weit in den fünfstelligen Bereich. Vergleiche sind schwierig, Pauschalaussagen meist wertlos. Wer als KMU im Nordwesten fundiert planen will, braucht keine Marketingversprechen, sondern klare Orientierung. Genau die liefert dieser Artikel: transparent, nachvollziehbar und ohne erfundene Zahlen.

Warum „Was kostet eine Website?" keine einfache Antwort hat

Eine Website ist kein Konfektionsprodukt wie ein Drucker oder ein Bürostuhl. Sie ist ein maßgefertigtes digitales Werkzeug, dessen Aufwand direkt vom Zweck, den Funktionen und der gewünschten Qualität abhängt.

**Definition: Was ist eine professionelle Website?** Eine professionelle Website unterscheidet sich von einer Baukasten-Seite durch individuelle Konzeption, saubere technische Umsetzung, rechtssichere Grundlage (Impressum, Datenschutz, DSGVO), barrierefreie Gestaltung nach BFSG sowie Suchmaschinenoptimierung von Anfang an. Sie ist auf die Geschäftsziele des Auftraggebers ausgerichtet – nicht auf eine vorgefertigte Vorlage.

Ein Handwerksbetrieb, der Anfragen generieren möchte, braucht etwas völlig anderes als ein Onlinehändler mit 500 Produkten oder eine Anwaltskanzlei mit Terminbuchungssystem. Die wichtigsten Preistreiber im Überblick:

- **Umfang:** Anzahl der Unterseiten, Texte, Medien - **Funktionen:** Formulare, Shop, Buchungssystem, Mitgliederbereich - **CMS:** WordPress, TYPO3 oder individuelles System - **Design:** Vorlage/Theme vs. individuelles UI-Design - **Inhalte:** Wer liefert Texte, Fotos, Videos? - **Schnittstellen:** Anbindung an CRM, ERP, Newsletter-Tool - **Barrierefreiheit (BFSG):** Seit Juni 2025 für viele private Anbieter digitaler Produkte verpflichtend

Erst wenn diese Faktoren feststehen, lässt sich ein belastbares Angebot erstellen.

Die vier Website-Typen und ihre realistischen Kosten

Der Markt lässt sich in vier klar abgegrenzte Kategorien einteilen. Die folgenden Spannen basieren auf marktüblichen Preisen deutschsprachiger Webagenturen – sie sind Orientierung, keine verbindlichen Festpreise.

### 1. One-Pager und Visitenkarten-Website – ca. 800 bis 2.500 €

Wenige Unterseiten (oft eine scrollbare Seite), Kontaktformular, kein oder minimales CMS. Geeignet für Einzelunternehmer, Neugründungen und lokale Dienstleister mit überschaubarem Online-Bedarf.

*Beispiel:* Ein Elektriker aus Jever möchte online auffindbar sein und Anfragen per Formular erhalten. Kein Blog, keine komplexen Layouts – ein sauber umgesetzter One-Pager mit lokalem SEO erfüllt diesen Zweck.

### 2. Business-Website mit CMS – ca. 2.500 bis 8.000 €

Typische Unternehmenswebsite mit WordPress oder TYPO3, 5–20 Unterseiten, Blog, On-Page-SEO und responsivem Design. Das am häufigsten nachgefragte Segment bei mittelständischen Betrieben in der Region.

*Beispiel:* Ein Steuerberatungsbüro aus Oldenburg möchte Leistungsseiten, Teamvorstellung, einen aktuellen Blog und ein Kontaktformular – dazu SEO-Grundoptimierung für regionale Sichtbarkeit.

### 3. Professionelle Unternehmenswebsite mit Sonderfunktionen – ab ca. 8.000 €

Mehrsprachigkeit, Mitarbeiter- oder Kundenbereiche, komplexe Formulare, Schnittstellen zu CRM oder ERP. Die Preisobergrenze hängt direkt vom Funktionsumfang ab und ist nach oben offen.

*Beispiel:* Ein mittelständisches Industrieunternehmen aus dem Weser-Ems-Gebiet benötigt eine zweisprachige Website (DE/EN) mit Produktkatalog, Händlersuche und Anbindung an das bestehende CRM-System.

### 4. Online-Shop und E-Commerce – ab ca. 5.000 € bis sechsstellig

WooCommerce, Shopify, Magento oder individuelle Shop-Lösungen. Schon ein einfacher Shop mit 50 Produkten und Zahlungsanbieter-Integration liegt selten unter 5.000 €. Mit wachsendem Produktkatalog, Lagerverwaltung, Produktkonfigurator oder B2B-Preisstrukturen steigen die Kosten entsprechend.

**Wichtiger Hinweis:** Billig-Shops auf Baukastenbasis wirken verlockend, kosten aber oft mehr, wenn SEO-Defizite, rechtliche Lücken oder fehlende Skalierbarkeit später behoben werden müssen.

Die versteckten Kostenfaktoren, die viele vergessen

Viele Auftraggeber vergleichen nur den Entwicklungspreis – und übersehen Positionen, die am Ende spürbar ins Gewicht fallen.

**Texte und Inhalte:** Eine Website ohne überzeugende, SEO-optimierte Texte ist wie ein Schaufenster ohne Ware. Professionelle Texterstellung kostet je nach Umfang mehrere Hundert bis einige Tausend Euro zusätzlich. Wer Texte selbst liefert, spart diese Kosten, verlängert in der Praxis aber oft die Projektlaufzeit erheblich.

**Bildmaterial und Fotografie:** Stockfotos wirken schnell generisch. Professionelle Fotos Ihres Betriebs, Ihrer Mitarbeitenden oder Ihrer Produkte schaffen Vertrauen und heben Sie von Mitbewerbern ab. Ein regionaler Fotograf verursacht zusätzliche Kosten – zahlt sich aber in der Außenwirkung messbar aus.

**Barrierefreiheit (BFSG):** Das Barrierefreiheitsstärkungsgesetz gilt seit Juni 2025 auch für viele private Anbieter digitaler Produkte. Eine neue Website sollte diesen Standard von Anfang an erfüllen – Nachrüstung im laufenden Betrieb ist teurer als vorausschauende Umsetzung.

**Domain und SSL:** Eine .de-Domain kostet wenige Euro pro Jahr. SSL-Zertifikate sind bei seriösem Hosting heute meist inklusive – prüfen Sie das beim Hostingvergleich ausdrücklich.

Laufende Kosten: Was nach dem Launch wirklich anfällt

Eine Website ist keine einmalige Investition, sondern ein laufendes Projekt. Monatliche Betriebskosten werden regelmäßig unterschätzt.

| Kostenpunkt | Typische Spanne | |---|---| | Managed Hosting | 10 – 60 €/Monat | | Wartungsvertrag (Updates, Backup, Monitoring) | 30 – 150 €/Monat | | SEO-Betreuung / Content-Pflege | ab 200 €/Monat | | Domain (.de) | ca. 1 – 2 €/Monat |

**Hosting:** Seriöses Managed Hosting mit guter Performance, automatischen Backups und Support liegt zwischen 10 und 60 € monatlich. Billiges Shared Hosting rächt sich durch langsame Ladezeiten – und Seitengeschwindigkeit ist ein offizieller Google-Rankingfaktor.

**Wartung:** WordPress und andere CMS müssen regelmäßig aktualisiert werden – Kern, Themes und Plugins. Wer Updates vernachlässigt, riskiert Sicherheitslücken und Plugin-Konflikte. [Mehr zu unseren WordPress-Wartungsverträgen](/leistungen/wordpress-wartung)

**SEO und Content:** Eine Website, die nach dem Launch nicht weiterentwickelt wird, verliert mittelfristig an Sichtbarkeit. Regelmäßige Blogartikel, lokale SEO-Optimierung und technische Checks sind kein Luxus, sondern Investitionspflege. [Wie TwoPixels SEO für KMU umsetzt](/leistungen/seo)

Agentur, Freelancer oder Baukasten – was passt zu wem?

**Website-Baukastensysteme** (Wix, Squarespace, Jimdo) eignen sich für Soloselbstständige mit sehr einfachen Anforderungen und kleinstem Budget. Grenzen zeigen sich bei SEO-Tiefe, Datenschutz-Konformität, Performance und der Möglichkeit, die Website später in ein professionelles System zu überführen.

**Freelancer** arbeiten oft günstiger als Agenturen. Der Unterschied liegt in der Breite: Freelancer sind selten gleichzeitig stark in Design, Entwicklung, SEO, Texten und rechtlichen Anforderungen. Für klar abgegrenzte Teilaufgaben (z. B. reine Entwicklung bei fertigem Konzept) eine sinnvolle Option.

**Webagentur:** Der Mehrwert liegt in der Bündelung – Konzept, Design, Technik, SEO und rechtliche Grundlagen aus einer Hand. Verantwortlichkeit ist klar geregelt, Kommunikation direkter, langfristige Betreuung einfacher planbar. [Was TwoPixels als regionale Agentur bietet](/leistungen/webdesign)

**Kurze Entscheidungshilfe:** - Budget unter 1.000 € → Baukasten oder Freelancer für klar begrenzte Aufgaben - Budget 2.500 – 8.000 € → Agentur oder erfahrener Vollservice-Freelancer - Budget über 8.000 € → Agentur mit nachweisbarer Projekterfahrung in Ihrer Branche

Checkliste: Was Sie vor der ersten Anfrage klären sollten

Je konkreter Ihre Anfrage, desto vergleichbarer und belastbarer die Angebote, die Sie erhalten. Klären Sie vor dem ersten Agenturgespräch:

- [ ] Was ist das Hauptziel der Website? (Anfragen, Verkauf, Information, Recruiting) - [ ] Wie viele Seiten oder Bereiche brauchen Sie? - [ ] Welche Funktionen sind Muss, welche Kann? - [ ] Wer liefert Texte und Bilder – Sie selbst oder die Agentur? - [ ] Gibt es ein bestehendes Corporate Design (Logo, Farben, Schriften)? - [ ] In welchem CMS soll die Website künftig gepflegt werden? - [ ] Gibt es Schnittstellen zu bestehenden Systemen (CRM, Buchung, Shop)? - [ ] Was ist das Budget – inklusive laufender Betriebskosten?

FAQ: Häufige Fragen zu Website-Kosten 2026

**Wie lange dauert es, eine Website zu erstellen?** Eine einfache Business-Website dauert bei guter Vorbereitung – Texte und Bilder liegen vollständig vor – vier bis acht Wochen. Komplexere Projekte mit individuellen Funktionen, Schnittstellen oder Online-Shops dauern typischerweise drei bis sechs Monate.

**Kann ich eine Website auch in Raten bezahlen?** Ja, viele Agenturen teilen die Zahlung in Projektphasen auf: z. B. 30 % bei Auftragserteilung, 40 % nach Designabnahme, 30 % nach Launch. Fragen Sie explizit danach – es ist üblich und seriös.

**Was kostet ein Website-Relaunch?** Ein Relaunch liegt häufig bei 50–80 % der Kosten eines Neuprojekts, da bestehende Inhalte geprüft, Technik migriert und das Design neu entwickelt werden muss. Automatisch günstiger als ein Neuprojekt ist ein Relaunch nicht.

**Muss ich für SEO extra bezahlen?** On-Page-SEO (Seitenstruktur, Meta-Tags, Ladezeit, saubere URLs) sollte in jeder professionellen Website enthalten sein. Aktives SEO – Keyword-Strategie, Content-Aufbau, Linkbuilding – ist ein laufender Dienst und wird separat abgerechnet.

**Warum sind Angebote so unterschiedlich, obwohl das Ergebnis ähnlich aussieht?** Websites können ähnlich aussehen und technisch stark voneinander abweichen: Ladezeit, Sicherheitsstandards, SEO-Grundlage, Codequalität, Wartbarkeit. Ein günstiges Angebot kann teuer werden, wenn Folgekosten für Korrekturen, Relaunch oder Sicherheitsvorfälle entstehen.

**Was kostet eine Website für einen lokalen Handwerksbetrieb?** Für einen klassischen Handwerksbetrieb im Nordwesten – mit Leistungsübersicht, Referenzen, Kontaktformular und lokaler SEO-Grundoptimierung – ist eine Business-Website im Bereich 3.000 bis 5.500 € realistisch. Entscheidend ist, ob Texte und Fotos selbst geliefert werden.

Jetzt Kosten für Ihre Website konkret einschätzen lassen

Was kostet eine Website für Ihr Unternehmen? Das hängt von Ihren Zielen, Ihrem Markt und Ihren konkreten Anforderungen ab – und genau das besprechen wir gern mit Ihnen.

TwoPixels ist eine Webagentur aus Friesland mit Schwerpunkt auf professionellen Websites, lokalem SEO und langfristiger digitaler Begleitung für KMU in Nordwestdeutschland. Wir erstellen keine Angebote nach Baukastenprinzip, sondern nach echtem Bedarf – transparent, ohne versteckte Kosten.

**Vereinbaren Sie jetzt Ihr unverbindliches Erstgespräch:**

[Kostenloses Erstgespräch anfragen](/kontakt) – keine Verkaufstaktik, kein Kleingedrucktes. Sie bekommen eine ehrliche Einschätzung, was Ihre Website braucht und was sie realistisch kosten wird.

Oder lesen Sie zuerst, [wie wir Webdesign-Projekte bei TwoPixels planen und umsetzen](/leistungen/webdesign).